Konevsky Kloster

Aus Orthodoxia Lexikon
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Das Konevsky Kloster ist dem Valaam Kloster entlehnt. Ebenso wie das Valaam Kloster, wurde das Konvesky Kloster auf einer Insel auf dem Ladoga See erbaut. Es steht auf der sogenannten Konevets Inseln an der Grenze zu Finnland. Es wurde im Jahr 1393 vom Mönch Arsenij Konevsky erbaut. Das Kloster ist kulturelles Erbe der Russischen Förderation.

von Alexander Radej


Geschichte

Das 19. Jahrhundert war das Goldene Zeitalter des Konevsky Klosters. Am 28. Juni 1858 besuchte Kaiser Alexander II. mit seiner Familie, sowie prominente Gäste aus St. Petersburg, darunter Alexander Dumas und Fedor Tyutchev, die Insel. In den Schriften von 1873 beschreibt Nikolay Leskov seine Eindrücke vom Besuch des Klosters.

Aufgrund der hohen Popularität konnte die Klostergemeinschaft umfangreiche Bauvorhaben beginnen. Zuerst wurde der Glockenturm 1800 - 1809 der Kirche errichtet. Dieses riesige zweistöckige achtspaltige Gebäude wurde von örtlichen Ältesten entworfen. Es wird von fünf achteckigen Trommeln gekrönt, die fünf blaue Kuppeln tragen. Derselbe Stil wurde für einen dreistöckigen Glockenturm ( 1810 - 1812 ) verwendet, der eine Höhe von 35 Metern erreichte.

Nach der Oktoberrevolution im Jahr 1917 befand sich das Kloster auf dem Territorium des unabhängigen Finnlands und fiel unter die Zuständigkeit der autonomen finnisch-orthodoxen Kirche. Das Entschied das Patriarchat von Konstantinopel. Die Insel wurde von finnischen Soldaten befestigt.

Während des finnischen Krieges wurden die Gebäude des Klosters beschädigt. Am 13. März 1940 wurden die Mönche nach Finnland evakuiert. Die Ikone der Gottesmutter Konevskaya wurde nach Finnland überführt, jedoch die Ikonostase, Kirchenglocken (außer der Glocken der Kazan Kirche) und eine Bibliothek zurückgelassen. Persönliche Reliquien des Heiligen Arseni, insbesondere sein Brustkreuz, sind heute im Museum der Orthodoxen Kirche in Kuopio ausgestellt. Der Konnewski-Psalter, welcher aus dem 14. Jahrhundert stammt, wurde der Russischen Nationalbibliothek geschenkt. Die Mönche kehrten während des Krieges von 1941 bis 1944 zurück, flohen aber gemeinsam mit der finnischen Armee im August 1944. Im Jahr 1956 schlossen sie sich mit den geflohenen Mönchen des Klosters Walaam zusammen und gründeten das Kloster Novo-Valaam in Finnland. In der Sowjetzeit wurde das Kloster vom Militär besetzt.

Im Jahr 1990 war es eines der ersten Klöster der Region, welche sich wieder der Russisch-Orthodoxe Kirche anschlossen. Seither wurde das Kloster wieder genutzt. Die Mönche des Klosters wurden als "Müllsammler" und dann als "Bauarbeiter" bezeichnet. Sie bemühten sich das alte zerstörte Kloster zu restaurieren. Im November 1991 wurden die Reliquien des Heiligen Arseni Konevsky wiedergefunden. Heute ist das Kloster ein bedeutender Pilgerort der Orthodoxen Kirche.

Am 16. August 2016 wurde eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit der Wiederbelebung und Wiederherstellung des Konevsky Kloster bis zum Jahr 2018, dem 625 Jubiläum, getroffen.