Dobri Dobrev

Aus Orthodoxia Lexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dobri Dobrev vor der Alexander Newski Kathedrale im Jahre 2006

Dobri Dimitrov Dobrev (auch der Heilige Großtvater oder der Heilige aus Bajlowo genannt) ist am 20. Juli 1914 geboren worden und starb am 13. Februar 2018 im Alter von 103 Jahren. Er war Orthodoxer Christ und Wohltäter.

von Alexander Radej

Leben

Dobri Dobrev ist in Bajlowo, einem Dorf 50 km östlich von Sofia, geboren. Er wuchs als Halbwaise auf, da sein Vater im Ersten Weltkrieg getötet wurde. Dobri Dobrew erinnerte sich nicht an seine Schul- und Jugendzeit. Bei einem Bomberangriff im Zweiten Weltkrieg, als eine Bombe neben ihm detonierte, verlor er einen großen Teil seines Gehörs. Ebenso entschied er sich während des zweiten Weltkrieges seine Frau zu heiraten. Er hatte zwei Kinder, wovon nur zwei den Zweiten Weltkrieg überlebten.

Im Laufe der Zeit widmete sich Dobri Dobrew der Askese und trennte sich nach und nach von allem Materiellem. Aufgrund seiner Hilfsbereitschaft, Askese und Wohltätigkeit nannten ihn die Bürger Sofias "den Heiligen von Bajlow". Im Jahr 2000 entschied er sich sein Geld der Orthodoxen Kirche zu spenden. Er sammelte Spenden für Renovierungsarbeiten in Kirchen und lebte im Anbau der Kirche der Heiligen Cyrill und Methodius. Einer seiner Töchter kümmerte sich um ihn. Fast täglich legte er lange Wege zu Fuß oder Bus hinter sich um in einem Plastikbecher Geld für die Kirchen zu sammeln.

In den letzten Jahren seines Lebens lebte der Heilige Großvater im Kloster Kremikowzi des Heiligen Georgs 4 km nördlich von Sofia. Er starb im Kloster nach Krankheit am 13. Februar 2018 und wurde am 15. Februar 2018 auf dem Friedhof des Heiligen Cyrill und Methodius begraben. Er wurde unter großer Anteilnahme, besonders vom Patriarch Neophyte, Dutzenden von Priestern und Hunderten von Laien, bestattet.

Wirken

Dobri Dobrev gilt als bekannter Wohltäter in Bulgarien. Aufgrund seiner Taten gilt er als Vertreter der höchsten moralischen Werte in Bulgarien. Er glaubte an das Gute im Menschen und rief zu aufrichtigen Handlungen und Liebe auf. Er wird in allen Gesellschaftsschichten Bulgariens verehrt. Der Heilige aus Bajlowo lebte in strenger Askese und lehnte jedes materielle Hab und Gut ab. Er bekam täglich von den Bewohnern Sofias Essen gespendet.

Selbst im hohen Alter setzte er sich aktiv für die Restaurierung von Kirchen ein.

  • 2005 entrichtete er eine Spende an die Kirche des Heiligen Cyrill und Methodius in Bajlowo.
  • 2007 spendete er 25.000 Lewa für die Restaurierung des Eleanski-Klosters und der Kirche von Gorno Kamartsi.
  • 2008 spendete er Geld für die Renovierung der Kirche in Kalofer.
  • 2009 spendete er der Patriarchalkathedrale St. Alexander Nevski". Diese gilt als größte private Spende in der 100-jährigen Geschichte der Kathedrale.