Berg Tabor

Aus Orthodoxia Lexikon
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Der Berg Tabor befindet sich im Norden Israels. Geschichtlich betrachtet ist es unklar, ob es sich bei dem geographischen Berg Tabor um den Berg der Verklärung Christi handelt. Nach den Geschichten der Väter des Berges Athos, soll Christi auf dem Berg Athos verklärt worden sein. Die Verklärung Christi auf dem Berg Tabor kommt im Neuen Testament Mt 17,1-9, Mk 9,2-10, Lk 9,28-36 und 2. Petr 1,18 vor.

von Alexander Radej

Geographisch und Historisch

Der Berg Tabor liegt am Ostrand der Jesreelebene, einer Ebene zwischen Galiläa und Samaria im Norden Israels. Er hat eine Höhe von 588 Metern.

Seit den Kreuzzügen wurde dieser Berg als militärisch strategischer Punkt genutzt. Zuerst von den muslimischen Ayyubiden, welche dann später von den Kreuzfahrern vertrieben wurden. Im Jahr 1100 befand sich ein Benediktinerkloster auf dem Berg. 1255 übereignete Papst Alexander IV. den Berg Tabor an den Hospitaliterorden. 1263 eroberten wiederrum die Mameluken den Berg wieder. Seit 1631 hausen Franziskaner auf dem Berg. Um die Zeit von 1921 und 1924 errichteten sie die Verklärungsbasilika. Sie ist heute an der östlichen Seite des Berges angesiedelt.

Im Nordteil hingegen wird durch die Elias-Kirche und einem griechisch-orthodoxem Kloster besiedelt. Das Kloster wurde durch den Archimandriten Irinarkh, einem gebürtigen Moldawen, gegründet. Im Jahr 1854, nach seiner Vision, besiedelte er den Berg Tabor. Der Archimandrit erkannte die Überreste einer alten byzantinischen Basiliki und begann mit seinen Assistenten diese wiederherzustellen. Archimandrit Irinarkh starb jedoch vor Beendigung der Arbeit am 25. Dezember 1859 im Alter von 93 Jahren. Die Basilika wurde am 6. August 1862 vollständig wiederhergestellt. Sie besitzt 3 Altäre wurden geweiht für:

  • die Verklärung
  • die Propheten Mose und Elia
  • George und Demetrios

Neues Testament

Im Neuen Testament wird der Berg Tabor als Verklärungsberg Christi genannt.

Die Erwähnung der Verklärung Christi wird bei Mt 17,1-9, Mk 9,2-10, Lk 9,28-36 und 2. Petr 1,18 erwähnt. Jesus geht mit Petrus, Jakobus und den Bruder des Jakobus, Johannes, auf den Berg Tabor. (Mt 17,1) In Lk 9,28, wird erwähnt, dass Jesus die Jünger zum Beten mitnahm. (Lk 9,28) Als sie oben angekommen waren, verwandelt sich Christus vor ihnen: „Sein Gesicht strahlte wie die Sonne, seine Gewänder aber wurden weiß wie das Licht.“ (Mt 17,2) Die Verwandlung wird in Lk 9,29 aufgrund des Gebetes Christi hervorgerufen. (Lk 9,29) Es erschienen Moses und Elia, die mit Christus sprachen. (Mt 17,3) Im Lukas Evangelium wird erwähnt, dass Moses und Elia im Lichtglanz Christi auftraten und somit vom Glanz erfüllt waren. (Lk 9,31) Ebenso sollen Christus, Moses und Elia über das neue Jerusalem gesprochen haben. (Lk 9,31) Als Petrus das erblickte, ging er zu Christus und sagte ihm, dass die Jünger eine Hütte für Christus, Moses und Elia anfertigen würden. (Mt 17,4) Im Lukasevangelium schliefen die Jünger ein und als Petrus erwachte, sahen sie den Lichtlganz der von Christus ausging. (Lk 9,32) In Mk 9,6 wird hinzugefügt, dass Petrus nicht wusste was er sagen sollte, da er vom Schrecken ergriffen war. (Mk 9,6) Zeitgleich verdunkelte sich der Himmel und eine Stimme rief mit den Worten: „Dies ist meing eliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören!“ (Mt 17,5) Die Jünger erschraken und warfen sich vor Furcht auf den Boden. (Mt 17,6) Die Stelle der Furcht wird im Evangelium des Markus nicht erwähnt. Die Jünger erschrecken bereits in Mk 9,6. Christus trat dann zu ihnen und sagte: „Steht auf und fürchtet euch nicht:“ (Mt 17,7) Die Jünger schauten Christus an und sahen ihn nur noch alleine. (Mt 17,8) Dann gingen Jesus und die drei Jünger vom Berg hinunter und Christus sagte zu den Jüngern, dass sie dieses Ereignis bis zu seiner Auferstehung verschweigen sollen. (Mt 17,9)